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Hier sind trotzdem ein paar Infos zum Bürgerfunk und zu Radio Powerwelle.
Schlüsselwörter: Radio, Bürgerfunk, Buergerfunk, Bürgerradio, Buergerradio, Radio-Werkstatt, Radiowerkstatt, Lokalradio, Sommersound, Kultquadrat, Künstlerquadrat, Kuenstlerquadrat, Hörspiel, Hoerspiel, Andreas Reifenrath
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Auch das gibt´s: Eine Landesregierung beschließt, dass private Radiosender nur zugelassen werden, wenn sie in ihrem täglichen Programm 15 Prozent der lokalen Sendezeit, maximal zwei Stunden, Radiosendungen von Gruppen, insbesondere mit kultureller Zielsetzung einräumen. So geschehen 1987 mit dem ersten Landesrundfunkgesetz, beschlossen von der damaligen SPD-Alleinregierung, verbessert und verwässert von den nach folgenden. Aber wichtig ist: Seit 1990 gibt´s den sogenannten Bürgerfunk in Nordrhein-Westfalen. Mal besser, mal schlechter (genutzt). Und es gibt ihn immer noch - aus der Medienlandschaft nicht mehr weg zu denken. So auch im wunderbaren Emscher-Lippe-Planquadrat, das drei Städte (Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck) umfasst: Ein Sendegebiet mit Knapp 500.000 Einwohnern - und noch mehr potentiellen Hörern, denn die technische Reichweite der Sendefrequenzen 96,1 und 98,7 MHz geht enorm über die kommunalen Grenzen hinaus. |
Seit Oktober 1990 sendet hier der Bürgerfunk täglich auf den Frequenzen von Radio Emscher-Lippe - meist ab 19.00 Uhr, sofern nicht wieder ein Abendspiel der blau-weißen Schalke- Kicker ansteht. In einem solchen Fall werden die Sendungen der Bürger(gruppen) nach dem Abpfiff ausgestrahlt. Ermöglicht werden diese Sendeproduktionen in fünf sogenannten Radio-Werkstätten. Das sind Studios zumeist gemeinnütziger Radio-Fördervereine, die in Eigenarbeit von unverbesserlichen Enthusiasten gebaut und eingerichtet wurden - und die interessierten Bürgerinnen und Bürgern (damit sind nicht nur Inländer gemeint) in der Regel unentgeltlich offen stehen. Hier kann man seinen famosen Ätherdonner in Ruhe produzieren, hier kann man Reportage geräte ausleihen und hier bekommt man auch fachlichen Beistand - denn bekanntlich ist niemand gleich mit dem Mikro in der Hand auf diesen Erdball gekommen (außer vielleicht Loddar Matthäus). |